
Fühlen Sie sich ständig müde, erschöpft oder nicht mehr so belastbar wie früher? Nehmen Sie trotz unveränderter Ernährung zu, leiden unter Konzentrationsproblemen, Haarausfall oder haben das Gefühl, dass etwas mit Ihrem Körper nicht stimmt?
Dann kann es sinnvoll sein, die Schilddrüse genauer untersuchen zu lassen. Hinter solchen Beschwerden steckt nicht selten eine Hashimoto-Thyreoiditis, die häufigste Autoimmunerkrankung der Schilddrüse.
Viele Betroffene haben bereits mehrere Arztbesuche hinter sich. Die Blutwerte seien angeblich unauffällig, trotzdem bleiben Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Gewichtszunahme oder Haarausfall bestehen. Genau in solchen Situationen lohnt sich ein genauer Blick auf die Schilddrüse.
Was ist Hashimoto
Bei einer Hashimoto-Thyreoiditis greift das Immunsystem die eigene Schilddrüse an. Dadurch entsteht eine chronische Entzündung, die das Schilddrüsengewebe im Laufe der Zeit schädigen kann.
Die Schilddrüse produziert Hormone, die zahlreiche Funktionen im Körper steuern. Sie beeinflusst unter anderem den Stoffwechsel, die Energieproduktion, die Körpertemperatur, die Verdauung, die Konzentrationsfähigkeit und das Herz-Kreislauf-System.
Im Verlauf kann die Entzündung dazu führen, dass die Schilddrüse immer weniger Hormone produziert und eine Schilddrüsenunterfunktion entsteht.
Welche Hashimoto Symptome sind typisch?
Hashimoto Symptome entwickeln sich häufig schleichend über Monate oder Jahre. Viele Betroffene fühlen sich lange Zeit nicht ernst genommen, da die Beschwerden oft unspezifisch sind.
Zu den häufigsten Hashimoto Symptomen gehören:
- anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung
- Konzentrationsprobleme oder Brain Fog
- Gewichtszunahme trotz unveränderter Ernährung
- Kälteempfindlichkeit
- trockene Haut
- Haarausfall
- Verstopfung
- Muskel- und Gelenkbeschwerden
- depressive Verstimmungen
- Antriebslosigkeit
- Zyklusstörungen
- unerfüllter Kinderwunsch
- verminderte Belastbarkeit
Nicht jeder Mensch entwickelt dieselben Beschwerden. Manche Betroffene leiden vor allem unter Erschöpfung und Konzentrationsproblemen, andere bemerken zunächst Gewichtszunahme oder hormonelle Veränderungen. Zu den häufigsten Gründen, warum Menschen nach "Hashimoto Symptomen" suchen, gehören Müdigkeit, Gewichtszunahme, Haarausfall, Konzentrationsprobleme und das Gefühl, trotz normaler Blutwerte nicht leistungsfähig zu sein.
Wie entsteht Hashimoto und wie wird er diagnostiziert?
Die genaue Ursache ist bis heute nicht vollständig geklärt.
Nach aktuellem Wissensstand spielen verschiedene Faktoren zusammen:
- genetische Veranlagung
- hormonelle Veränderungen
- chronischer Stress
- Infektionen
- Umweltfaktoren
Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer.
Wenn typische Hashimoto Symptome vorliegen, können verschiedene Untersuchungen sinnvoll sein.
Dazu gehören:
- TSH
- freies T3 (fT3)
- freies T4 (fT4)
- TPO-Antikörper
- Thyreoglobulin-Antikörper (Tg-Antikörper)
- Ultraschall der Schilddrüse
Die Kombination aus Beschwerden, Laborwerten und Ultraschall liefert meist die wichtigsten Hinweise für die Diagnose. Gerne Können Sie einen Termin zur Blutabnahme vereinbaren.
Hashimoto trotz normalem TSH?

Ja, das ist möglich.
Viele Betroffene gehen davon aus, dass ein normales TSH Hashimoto ausschließt. Das ist nicht immer der Fall. Gerade in frühen Stadien können die Schilddrüsenwerte noch unauffällig sein. Deshalb sind neben den Blutwerten auch die Beschwerden, die Antikörper und insbesondere der Ultraschall wichtig.
Manche Menschen haben bereits deutliche Beschwerden, obwohl die Schilddrüsenhormone noch im Normbereich liegen. Andere weisen erhöhte Antikörper auf und fühlen sich dennoch gesund.
Deshalb sollten Laborwerte nie isoliert betrachtet werden. Entscheidend ist immer das Gesamtbild aus Beschwerden, Krankengeschichte und Untersuchungsergebnissen. Zudem spielt der Ultraschall eine sehr wichtige Rolle. Sieht man dort Entzündungszeichen, kann das auch ohne Antikörper für eine Diagnose reichen.
Hashimoto und andere Autoimmunerkrankungen
Hashimoto tritt häufig nicht allein auf.
Menschen mit einer Autoimmunerkrankung haben ein erhöhtes Risiko, weitere Autoimmunerkrankungen zu entwickeln.
Dazu gehören beispielsweise:
- Zöliakie
- Autoimmungastritis mit Vitamin-B12-Mangel
- Typ-1-Diabetes
- Vitiligo (Weißfleckenkrankheit)
- rheumatoide Arthritis
Besonders wichtig ist die Verbindung zwischen Hashimoto und Zöliakie. Menschen mit Hashimoto haben deutlich häufiger eine Zöliakie als die Allgemeinbevölkerung. Umgekehrt tritt auch bei Menschen mit Zöliakie vermehrt Hashimoto auf. Bestehen zusätzlich Verdauungsbeschwerden, Eisenmangel oder ungeklärte Nährstoffmängel, kann eine entsprechende Abklärung sinnvoll sein.
Hashimoto Behandlung: Welche Möglichkeiten gibt es?
Die Behandlung richtet sich nach den Beschwerden, den Laborwerten und dem individuellen Verlauf.
Mögliche Bestandteile der Behandlung sind:
- regelmäßige Kontrolle der Schilddrüsenwerte
- Schilddrüsenhormone bei einer Unterfunktion
- Ausgleich von Mikronährstoffmängeln
- Ernährungsanpassungen
- Stressmanagement
- naturheilkundische Begleitmaßnahmen
Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt immer von der persönlichen Situation ab.
Neben der schulmedizinischen Behandlung gibt es verschiedene naturheilkundliche Ansätze, die begleitend eingesetzt werden können.
Je nach individueller Situation können dazu gehören:
- Ernährungsberatung zb. Glutenverzicht (Achtung, immer vorher eine Zöliakie ausschließen!)
- Ausgleich von Mikronährstoffmängeln
- Unterstützung bei Stress und Erschöpfung
- NADA-Ohrakupunktur zur Förderung von Entspannung und vegetativer Regulation
- Infusionstherapien bei ausgewählten Nährstoffmängeln oder erhöhtem Bedarf
- ganzheitliche Betrachtung möglicher Begleitfaktoren wie Verdauungsstörungen, Eisenmangel oder chronischer Belastung
Wichtig ist dabei, die Beschwerden nicht nur auf einzelne Laborwerte zu reduzieren, sondern den Menschen als Ganzes zu betrachten. Ziel ist nicht, die Schilddrüse zu ersetzen, sondern mögliche Begleitfaktoren zu erkennen und den Körper bestmöglich zu unterstützen.
Bei Menschen mit Hashimoto finden sich häufiger bestimmte Nährstoffmängel.
Dazu gehören insbesondere:
- Eisen
- Selen
- Vitamin D
- Zink
- Vitamin B12
Diese Mängel können Beschwerden wie Müdigkeit, Konzentrationsprobleme oder Haarausfall zusätzlich verstärken.
Deshalb kann es sinnvoll sein, mögliche Defizite gezielt zu überprüfen und gegebenenfalls auszugleichen. Gerade Eisenmangel und Vitamin-B12-Mangel können Beschwerden verursachen, die einer Schilddrüsenunterfunktion sehr ähnlich sind.
Termin vereinbaren

Durch meine Schwerpunkte in den Bereichen Schilddrüse, Darmgesundheit und Mikronährstoffe betrachte ich nicht nur die Schilddrüse selbst, sondern auch mögliche Begleitfaktoren wie Eisenmangel, Vitaminmängel, Zöliakie oder chronische Verdauungsbeschwerden.
Viele Menschen suchen Hilfe, weil sie sich seit Monaten oder Jahren erschöpft fühlen, ohne eine klare Erklärung für ihre Beschwerden zu erhalten.
Hashimoto ist nur eine mögliche Ursache. Begleitfaktoren wie Eisen-/Vitaminmängel, Zöliakie, Verdauungsstörungen oder chronischer Stress spielen eine Rolle.
Deshalb lege ich in meiner Praxis Wert auf eine sorgfältige Diagnostik und eine individuelle Betrachtung Ihrer Situation.
Leiden Sie unter Müdigkeit, Gewichtszunahme, Konzentrationsproblemen, Haarausfall oder anderen möglichen Hashimoto Symptomen?
Dann kann eine gezielte Untersuchung der Schilddrüse sinnvoll sein.
In meiner Praxis in München nehme ich mir Zeit für eine ausführliche Anamnese, die Beurteilung Ihrer bisherigen Befunde und die Besprechung möglicher weiterer Untersuchungen und Behandlungsansätze.
Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihre Schilddrüse an Ihren Beschwerden beteiligt sein könnte, vereinbaren Sie gerne einen Termin. Gemeinsam klären wir, welche Ursachen hinter Ihren Beschwerden stecken könnten und welche nächsten Schritte sinnvoll sind.

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