Aluminiumfreies Deo selber machen

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Aluminium im Deo

Aluminium gehört zu den Leichtmetallen und kommt auch in der Nahrung vor. In Deos wird es eingesetzt, um über eine Eiweißreaktion unsere Schweissdrüsen zu verstopfen.
Das Hauptproblem ist, dass kleine Aluminiumpartikel über die Haut aufgenommen werden. Vor allem, wenn davor die Achseln rasiert wurden, gelangt Aluminium in den Körper und wird dort teilweise eingelagert.

Aluminium steht im Verdacht, Brustkrebs und Alzheimer auszulösen. Wissenschaftliche Beweise dazu gibt es nicht, jedoch hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin vor potentiellen gesundheitlichen Risiken gewarnt. Insbesondere bei Hautkrankheiten wie Ekzemen, Neurodermitis oder Ekzemen empfehle ich, auf natürliche Deos umzusteigen.


Deo selber machen

Ein Deo selber zu machen kostet weder viel Geld noch viel Zeit. Da das Deo mit Wasser angerührt wird, ist es anfällig für Keime und Schimmelpilze. Damit es nicht sofort verdirbt, braucht man daher ein Konservierungsmittel oder benutzt ein Hydrolat (Pflanzenwasser), welches bereits konserviert wurde.

 

Genauso wichtig wie die Zutaten, ist eine saubere Arbeitsweise. Die Arbeitsfläche muss gut gereinigt, die Hände gewaschen und wenn möglich desinfiziert sein. Auch die Gefäße, Löffel und Schwingbesen sollten in heißem Wasser abgekocht und sauber sein.

 

Dieses Deo enthält pflegende, schweisshemmende sowie geruchshemmende Wirkstoffe. Dadurch dass es Alkoholfrei ist, eignet es sich zudem auch direkt nach der Rasur.

 

Falls Sie zu Allergien neigen, sollten Sie vorsichtig sein mit ätherischen Ölen und diese gegebenenfalls weglassen.


Zutatenliste

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Zutaten für Deoroller

Für 2 Deoroller braucht man:

 

100 ml konserviertes Pflanzenwasser (Hydrolat)

10 g Natron (möglichst fein)

1/2 bis 1 TL Xanthan

20 g Kokosöl

5 g Stärke

10 Tropfen Limettenöl

 

2 Leere Deoroller à 50 ml


Wofür sind die einzelnen Zutaten?

Hydrolat

Am besten eignen sich bereits konservierte Hydrolate. Diese werden meist mit Sorbitsäure und Benzoesäure haltbar gemacht. Ich verwende gerne Neroliwasser (Orangenwasser). Schön sind auch Rosenwasser oder Hamameliswasser.

 

Kokosöl

Kokosöl pflegt die Haut und wirkt zudem gegen Keime. Das Deo ist länger haltbar. Wer den Geruch von Kokos nicht mag, kann raffiniertes Kokosöl verwenden. Außerdem dient Kokosöl als Trägersubstanz.

 

Xanthan

Xanthan dient als Geliermittel. Die Flüßigkeit für einen Deoroller muss eine angenehme Gelkonsistenz haben. Diese erreichen wir mit Xanthan.

 

Natron

Natron im Deo hindert durch seine antibakteriellen Eigenschaften Bakterien am waschen und bekämpft so den Geruch.
Damit Natron nicht unangenehm auf der Haut ist, muss es sich im Wasser auflösen. Dies geht besonders gut mit möglichst feinem Pulver. Grobes Pulver kann auch im Zerkleinerer feiner gemahlen werden und löst sich dann besser auf.

 

Stärke

Stärke saugt Feuchtigkeit auf und hilft somit Schweissflecken vorzubeugen.

Grundsätzlich eignet sich jede Art von Stärke. Ich nehme gerne Maisstärke, es geht aber auch mit Kartoffelstärke oder Pfeilwurzelstärke.

 

Alternativ kann man auch eine Mischung aus weißer Ton- und Kieselerde verwenden. Diese Erden bieten den Vorteil, dass sie Schadstoffe an sich binden und somit die Haut unter den Achseln noch frischer halten.

Wer mit Ton- oder Kieselerde arbeitet, darf bei der Herstellung keine Metallgegenstände verwenden. Sonst reagiert die Erde bereits im Gefäß.

 

Ätherische Öle

Als Hauptzutat brauchen wir in diesem Deo ein Öl, welches die Schweissbildung hemmt. Das sind Salbeiöl, Limettenöl oder Palmarosaöl).

 

Limettenöl kann bei empfindlichen Menschen zu Problemen in der Sonne führen. Falls Sie sehr empfindlich sind, benutzen Sie lieber Salbei oder Palmarosa.

Alternativ kann ergänzend zum Limettenöl 1 gehäufter TL Zinkoxid genommen werden. Zinkoxid bietet einen leichten Sonnenschutz und neutralisiert so die Photosensibilität von Limettenöl.

 

Der Geruch des Deos wird bereits über das Hydrolat und das Kokosöl bestimmt. Ergänzen kann man ihn ganz nach Lust und Laune. Ich nehme gerne Zimtöl oder Vanilleextrakt.


Zubereitung

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Hydrolat & Natron

Zuerst das Hydrolat auf ca 40 Grad erwärmen. Danach das Natron zugeben und kräftig rühren bis es sich aufgelöst hat.

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Gelkonsistenz

Xanthan als feine Schicht drüber streuen und umrühren. Wiederholen bis eine Gelkonsistenz erreicht ist.


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Stärkepulver und Kokosöl

Geschmolzenes Kokosöl und die Stärke dazu geben, kräftig umrühren bis sich alles gut gemischt hat.

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Fertiges Gel

Zum Schluss das Limettenöl und wenn gewünscht die Parfumöle dazugeben und noch mal gut umrühren.

Jetzt kann das Gel in die Behälter gefüllt werden.



Tipps

Manchmal kann es passieren, dass beim Umsteigen auf natürliche Deos die Kleidung seltsam riecht. Dies kann zwei Gründe haben. Erstens: es sind zu viele Kunstfasern in der Kleidung. Zweitens: es sind Rückstände vom alten Deo darin. Wenn die Kleidung nicht bei 60 oder 90 Grad gewaschen werden kann, hilft es, das Kleidungsstück mit Entkalter über Nacht einzuweichen. Genauso geht eine Waschsodalösung oder ein Deo Fleckentferner (Sil, Dr. Beckmann, ...).

 

Die Zutaten können im Reformhaus, im Bioladen oder online gekauft werden. Falls Sie Bezugsadressen suchen, können Sie mich gerne kontaktieren.


Haltbarkeit

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Fertige Deoroller

Die Deos auf Gelbasis sind sehr anfällig für Schimmel und Keime. Bei sauberer Arbeit halten sie mindestens einen Monat, meine oft bis zu 4.

 

Bitte gut auf den Geruch, die Farbe und das Aussehen achten und grundsätzlich immer ein Etikett mit Datum auf den Roller kleben.

 

Der Vorteil eines Glasrollers ist, dass man von außen sieht, ob die Flüßigkeit sich verändert.

 

Wenn wie im Rezept gleich zwei Roller gemacht werden, kann einer verschenkt oder im Kühlschrank gelagert werden. Dadurch hält er sich etwas länger.


Margot Eisele, Heilpraktikerin


Dies ist ein Artikel des Adventskalenders #dastutgut. Jeden Tag werden unter diesem Hashtag gute Nachrichten, nette Geschichten oder Gesundheitstipps verbreitet.

 

Weitere interessante Artikel rund um die Gesundheit finden Sie in meinem Blog. Aktuelle Artikel sind z. B. Neurodermitis verstehen und behandeln oder Alles rund ums Thema Darm.

 

Mehr über mich und meine Arbeit als Heilpraktikerin, erfahren Sie auf meiner Homepage.

 

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